» Pflegetipps
2. Massivholz mit unbehandelter Oberfläche
3. Möbel mit Kunststoffoberfläche
6. Polstermöbel / Polsterbetten
1.
Lackierte Möbelflächen
Moderne Markenmöbel haben - von ganz geringen Ausnahmen abgesehen - geschützte
Oberflächen. Das gilt auch für Holzoberflächen, bei denen Sie
die Struktur des Holzes noch fühlen können.
1.1
Offenporige Lackierung
Dabei sind Poren des Holzes nur teilweise mit Lasur getränkt und daher
noch deutlich zu erkennen. Ein so bearbeitetes Möbelstück pflegen
Sie am besten mit einem feuchten Tuch. Wenn eine gründlichere Reinigung
gewünscht wird, verwenden Sie bitte ein silikonfreies Pflegemittel.
Achtung: Immer in Richtung der Holzfaser wischen und mit einem weichen Lappen
nachtrocknen.
1.2
Geschlossenporige Lackierung
Bei dieser Art der Lackierung sind die Poren des Holzes völlig geschlossen.
Zur Reinigung genügt es, die Oberflächen mit einem feuchten Tuch
abzuwischen. Dem Wasser kann etwas Spülmittel (ohne bleichende Zusätze
wie z.B. Zitrone) zugegeben werden. Auch hier sollten Sie immer mit einem
weichen Lappen nachtrocknen. Wenn eine gründlichere Reinigung gewünscht
wird, verwenden Sie bitte ein silikonfreies Pflegemittel.
1.3
Matte Lackierung (auch weiße und farbige Lackflächen)
Matte Lackoberflächen müssen mit großer Sorgfalt behandelt
werden, damit sie nicht durch Putzen blank werden. Verwenden Sie für
die Pflege ein feuchtes Ledertuch, und reiben Sie mit einem weichen Lappen
nach.
1.4
Polierte Oberflächen
Polierte Oberflächen sind heute nur noch selten zu finden, da sich der
gleiche Effekt mit einer geschlossenen Polyesterlackierung erzielen lässt.
Zur Beseitigung von Flecken und Ringen empfehlen wir Ihnen silikonfreies Möbelpflegemittel,
besonders wenn Sie auf einen satten Glanz Wert legen.
Achtung: Verschiedenen Möbelpolituren sind nur für helle oder nur
für dunkle Holzarten geeignet.
1.5
Ölbehandelte Oberflächen
Zur Pflege benutzen Sie am besten ein entsprechendes Spezialöl (Teaköl).
Verwenden Sie es aber höchstens ein bis zwei Mal im Jahr.
2.
Massivholz mit unbehandelter Oberfläche
Unbehandelte Holzoberflächen nehmen durch die Einwirkung von Luftfeuchtigkeit
und Fett verhältnismäßig leicht Schmutz an. Die Reinigung
ist jedoch völlig problemlos: Einfach abwaschen! Eine leichte Seifenlauge
und eine Wurzelbürste sind das ideale Handwerkszeug. Lassen Sie das Holz,
nachdem Sie es mit klarem Wasser gut abgespült haben, völlig austrocknen,
und schleifen Sie es zum Schluss mit feinem Sandpapier in Faserrichtung vorsichtig
ab. Sie ersparen sich viel Mühe, wenn Sie verschüttete Flüssigkeiten
immer sofort abwischen und kleinere Flecken gleich mit etwas Seifenlauge entfernen.
2.1
Massivholz mit gewachster Oberfläche
Wachsbehandelte Möbel sind im allgemeinen etwa empfindlicher gegen Feuchtigkeit.
Pflegen Sie diese Oberflächen beim täglichen Staubwischen mit einem
trockenen Tuch. Wasserflecken oder durch Feuchtigkeit entstandene weiße
Flecken könne mit einer Messingdrahtbürste abgebürstet werden.
Anschließend ist die Fläche wieder mit farblosem Bienenwachs zu
behandeln. Die gesamten Flächen können bis zu zwei Mal jährlich
mit Bienenwachs nachbehandelt werden.
2.2
Massivholz mit naturharzgeölter Oberfläche
Diese Oberflächen sind relativ anspruchslos. Wir empfehlen, sie etwa
ein Mal im Jahr mit Naturharzölen (z.B. Kräuter- bzw. Leinölfirnis)
zu behandeln und anschließend mit einem sauberen Leinentuch abzuwischen.
Auch Flecken auf Tischplatten, an Stuhl- und Tischbeinen könne mit Ölen
gereinigt werden.
Wichtig: Beim Behandeln mit Ölen nur geringe Mengen verwenden, immer in Richtung der Faser einreiben. Notfalls mehrmals auftragen, bis die Holzporen getränkt sind.
Beschädigungen von gewachsten und geölten Oberflächen: Kratzer und Vertiefungen sind mit feinem Schleifpapier (min. 280er Körnung) in Faserrichtung abzuschleifen. Die Oberfläche ist anschließend wieder herzustellen.
3.
Möbel mit Kunststoffoberfläche
Kunststoffoberflächen sind unempfindlich gegen Schmutz, Fettstoffe und
Feuchtigkeit, solange sie glatt und unbeschädigt sind.
Zur Reinigung verwendet man am besten nur ein feuchtes Tuch. Dem Wasser können Sie ein Spülmittel zusetzen. Auf keinen Fall Schleifmittel oder scharfe Putzmittel verwenden. Und auch beim Wischen nicht zu sehr drücken, sonst können glänzende Stellen entstehen.
Küchenarbeitsplatten, die kunststoffbeschichtet sind, sind mit einer dicken Sichtkunststoff-Oberfläche beschichtet. Diese ist noch strapazierfähiger als normale Kunststoffoberflächen und genauso zu pflegen. Nur empfindlich gegen Zigaretten, Glut und kochendes Öl.
4.1
Schubkastenführung aus Metall
A) Bei Rollschubführungen (erkennbar an zylindrischen Rollen) sollten
Sie ein Mal jährlich die Laufschienen mit einem trockenen Tuch vom Staub
befreien. Auf keinen Fall die Rollen schmieren.
B) Bei Kugelführungen (erkennbar an Rollkugeln) ist eine besondere Pflege
nicht erforderlich. Sollte sich nach einiger Zeit ein Schubkasten nicht mehr
ganz einschieben oder herausziehen lassen, dann ziehen Sie ihn einige Male
mit "sanfter Gewalt" bis zum maximalen Öffnungsanschlag.
4.2
Schubkästen auf Gleitschienen
Gleitschienen aus Kunststoff sind völlig wartungsfrei. Gleitschienen
aus Holz: Bei schwergängigen Schubkästen bestreichen Sie die Holzgleitschiene
mit Kerzenwachs oder Seife (auf keinen Fall Öl verwenden). Sollte dies
keinen Erfolg haben, ist die Holzgleitschiene noch zusätzlich anzuschleifen.
4.3
Bremsklappenhalter
Die Bremsmechanik ist einstellbar.
Bremswirkung verstärken: Regulierschrauben entgegen dem Uhrzeigersinn
drehen.
Bremswirkung verringern: Regulierschrauben im Uhrzeigersinn drehen.
Beachten Sie bitte, dass der Bremsklappenhalter nicht geölt werden darf.
Der Rundstab muss von Feuchtigkeit freigehalten werden. Eventuell wischen
Sie ihn mit einem trockenen Tuch ab.
4.4
Möbelschlösser
Schwergängige Möbelschlösser können mit Graphitpulver
behandelt werden (erhältlich im Autozubehörhandel).
4.5
Türscharniere (Topfbänder)
Bei auftretenden Bewegungsgeräuschen behandeln Sie die Gelenke und Drehpunkte
mir harzfreiem Nähmaschinenöl. Geringen Metallabrieb entfernen Sie
mit einem seifengetränkten Tuch.
5.
Das Ausrichten von Türen
Die heute üblichen Türbeschläge (Topfbänder) ermöglichen
das korrekte Ausrichten der Türen auch bei unebenen Böden. Sie ermöglichen
auch ein Nachstellen beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Belastung oder
bei Nachgeben eines unterliegenden Teppichs.
Die
Zeichnung zeigt wie es gemacht wird:
Höhenverstellung
(wenn die Tür schief hängt): Schraube A lösen, durch Verstellen
der Schraube B die Tür ausrichten und Schraube A wieder festziehen.
Seitenverstellung (wenn die Tür verschoben ist): Den gleichen Vorgang
an allen Beschlägen der Tür vornehmen.
Tiefenverstellung (wenn die Tür nicht bündig am Schrankkorpus anliegt):
An allen Beschlägen die Schraube A lösen, die Tür an den Schrankkorpus
schieben und die Schrauben A wieder festziehen.
6. Polstermöbel / Polsterbetten
6.1
Polstermöbel mit textilen Bezügen
Bei Polstermöbeln bevorzugt man heute - im Gegensatz zu früheren
Zeiten - eine legere und saloppe Optik. Man sitzt heute nicht mehr auf dem
Sessel, sondern im Sessel. Es ist verständlich, dass sich diese Polstermöbel
mit der Zeit "nach dem Körper formen", dass sich "Sitzmulden"
bilden. Das ist gewollt und hat mit Verschleiß nichts zu tun. Bei Veloursstoffen
bilden sich - durch Körperdruck, Wärme und Feuchtigkeit - mit der
Zeit Druckstellen; man bezeichnet sie als Gebrauchslüster. Das ist kein
Verschleiß, sondern eine besondere Eigenart dieser Stoffe. Die dadurch
entstehende Licht- und Schattenwirkung hat ihren besonderen Reiz.
Zur Pflege genügt es eigentlich, Polstermöbel in regelmäßigen Abständen mit dem Staubsauber zu reinigen oder sie mit einer Bürste (bitte keine Bürste mit Kunststoffborsten verwenden) mit und gegen den Strich abzubürsten. (Vorsicht: Mohairvelours darf nur mit dem Strich behandelt werden.) Für eine gründliche Reinigung und für das Entfernen von Flecken reicht das aber nicht aus. Zunächst empfiehlt sich für solche Fälle Omas Rezept: Warmes Wasser mit dem Zusatz eines leichten Waschmittels. Nachspülen mit klarem Wasser ist unbedingt notwendig. Bei kalkhaltigem Wasser bitte immer destilliertes oder abgekochtes Wasser verwenden. Damit werden Kalkränder vermieden.
Grundreinigung
Hierfür wird eine Reihe von Schaumreinigern angeboten. Wenn Sie Markenprodukte
entsprechend der Gebrauchsanweisung anwenden, könne Sie sicher sein,
dass der Reiniger auf die üblicherweise verwendeten Textilien abgestimmt
ist. Eine Grundreinigung sollte höchstens ein Mal jährlich durchgeführt
werden.
Fleckenentfernung
Guter Rat ist hier oftmals teuer, denn es ist wichtig, für die jeweilige
Verschmutzungsart das richtige Reinigungsmittel zur Hand zu haben. Auch Polsterbezug,
Material, Webart und der allgemeine Zustand der Polstermöbel spielen
eine wichtige Rolle. Zur Sicherheit sollten Sie, bevor Sie die genannten Mittel
und Methoden anwenden, den Rat eines Fachmannes, also eine Chemischreinigers,
einholen. Reinigungsmittel, beispielsweise Waschbenzin und Spiritus, sind
zwar handelsüblich, aber dennoch nicht ungefährlich. Deshalb: Anwendungshinweise
genau beachten.
Bitte beachten Sie: Die Anwendung sollte niemals zu feucht erfolgen, da sonst
eine Verfärbung des Polsterbezuges durch das darunter liegende Polsterungsmaterial
eintreten könnte.
Bellseime,
Charmelle, Flockstoffe (z.B. Lavado)
Bei diesen Bezugsstoffen bitte die speziellen Pflegeanleitungen beachten.
Die Pflegemittel müssen frei von petroleumhaltigen Lösungsmitteln
sein (z.B. kein Reinigungsbenzin, Terpentin, K2r). Am besten reinigen Sie
mit einer Neutralseifenlauge. Achtung: Mit klarem Wasser ausspülen (unbedingt
abgekochtes oder destilliertes Wasser verwenden).
6.2
Polstermöbel aus Leder
Echtes Leder ist ein attraktives, dauerhaftes Bezugsmaterial. Leder ist genügsam!
Reinigen Sie vorsichtig und pflegen Sie selten: Leder ist empfindlich gegen
aggressive Mittel. Benutzen Sie niemals Reiniger oder Pflegemittel mit petroleumhaltigem
Lösungsmittel (Reinigungsbenzin, Terpentin, K2r) oder mit Silikonzusätzen
(u.a. Schuhcreme) oder andere Poliermittel. Leder benötigt ab und zu
"Nahrung": Damit es weich und geschmeidig bleibt, verwenden Sie
von Zeit zu Zeit ein Spezial-Lederpflegemittel (sog. Ledermilch). Nur so ist
gewährleistet, dass Ihr Leder immer geschmeidig bleibt und nicht spröde
wird. Je geringer die Dosierung, desto effektvoller.